SHIP AHOY! - Seefahrergeschichten aus fünf Jahrhunderten
Produktinformationen "SHIP AHOY! - Seefahrergeschichten aus fünf Jahrhunderten"
SHIP AHOY! - Seefahrergeschichten aus fünf Jahrhunderten von Annet van der Voort
»Es gibt drei Arten von Menschen. Die Lebenden, die Toten und die, die zur See fahren«
Aristoteles (384-322 vor Chr.)
Annet van der Voort hat mit ihrer faszinierenden fotografischen Sichtweise 27 alten Seefahrergrabsteinen wieder Leben eingehaucht. So kommen die Geschichten einiger der verstorbenen Seefahrer der Inseln Rømø, Sylt, Föhr, Amrum, Helgoland, Norderney, Ameland und Terschelling noch mal ganz anders zur Geltung.
Friesische Welten, die Seefahrt, die Wale und der Tod...
Graue, verwitterte Grabsteine, die aus der Reihe tanzen. Wind und Wetter setzen ihnen zu, Moos und Flechten auch. Auf den Gottesäckern der friesischen Inseln liegen im Schatten alter Kirchen die sterblichen Überreste jener Commandeure, Kapitäne und Schiffer, die einst hinausfuhren in alle Welt. Die auf den Steinen abgebildeten Segelschiffe erinnern an ihre Profession. Diese Inseln in Dänemark, Deutschland und den Niederlanden stellen eine transnationale Besonderheit dar. Hier, im Angesicht des unberechenbaren Meeres und vom Festland geschieden, hat sich eine in aller Vielfalt eigenständige Kultur erhalten, die sich in ihrer Widerständigkeit auch immer aufs Neue konventionellen Normen und staatlicher Kontrolle entzog: „Lever düüd as Slaawe" - „Lieber tot als Sklave". Aber es sind auch besondere Sitten und Gebräuche, die dort bis auf den heutigen Tag gepflegt werden. Und es ist die Sprache, die ganz eigenen Regeln folgt - und teilweise noch sehr lebendig ist. Jede Insel hat ihren Dialekt und pflegt ihr Anderssein. Und da sind natürlich die Namen: Jucke, Frerck, Paye und Boncke, Haij und Rörd... Soweit die Männer, ganz ähnlich die Frauen: Aikje, Eske und Fentsje, Jikke, Wemke und Ymkje... Eine Welt für sich, stolz und unabhängig und immer auch ein wenig rätselhaft. Dabei war das Leben auf den abgeschiedenen Inseln immer wohl schwer und entbehrungsreich. Der geringe Ertrag der Böden, die mit Ackerbau und Viehzucht mühsam bewirtschaftet wurden, zwang die Männer schon im Mittelalter hinaus auf See.
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Im Hafen der Ewigkeit – Die alten Grabsteine auf dem Amrumer Friedhof - von Georg Quedens Auf dem Wege zum Friedhof Sanft schwingt sich am Ostufer in der Inselmitte zwischen den hügelig-gewellten Geesthöhen und dem braungelben Kliff eine Bucht mit feuchtglänzenden Watten und einem Saum grüner Salzwiesen hin - eine Landschaft, die das von Gärten und windverbogenen Bäumen eingehüllte Friesendorf Nebel mit seinen niedrigen Reetdachhäusern umschließt. Hoch ragt über allem der weißleuchtende Turm der St.-Clemens-Kirche empor - sozusagen als Mittelpunkt nicht nur des Dorfes rundum, sondern auch des Lebens und Sterbens auf der Insel Amrum. Alljährlich wandern zahlreiche Inselbesucher zur Kirche, doch nicht nur zu Gottesdiensten oder musikalischen Abendfeiern, sondern um in und um die Kirche nach Zeugen gewesener Jahrhunderte zu suchen. Und hier sind es neben dem Inventar im Kirchenraum vor allem die alten Grabsteine auf dem Friedhof, wie sie in ähnlicher Vollendung und Kunstfertigkeit vergleichsweise nur noch auf den Friedhöfen der Nachbarinsel Föhr zu finden sind. Immer wieder stehen Besucher vor den Reihen dieser Steine, bewundern die Darstellungen in deren Giebeln und versuchen die oft altertümlichen Inschriften zu lesen. In diesem Buch sind die meisten Grabplatten und Grabsteine von künstlerischem Wert oder historischem Rang aus dem 17. bis 19. Jahrhundert aufgenommen und mit ihren Inschriften wiedergegeben, so dass der Leser und Betrachter immer die unmittelbare Beziehung hat. Zusätzliche Lebensdaten aus den Registern der Amrumer Kirchenbücher ergänzen die „Lebensläufe" der Gestorbenen und den Zusammenhang der Familien. 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Inhalt Auf dem Wege zum Friedhof 7 Im „Hafen der Ewigkeit" 8 Die Meister der Meißel 10 Steine von weither 13 Sprache und Abbildungen 14 Verwirrende Namensbildung 17 Grabsteine - Inschriften 19 Aus dem Leben der Toten 19 Jacob Flor 1633-1672 20 Carsten Her Tage 1599-1679 22 Boy Carstens 1634-1681 22 Seine Frauen Geeske und Ween - um 1670 24 Jg. Rörd Ricklefs 1658-1709 26 Marret J. Rörden 1657-1686 26 Frödde Rowerts 1627-1710 28 Klemt Rörden 1633-1693 30 Inge Klemten 1644-1740 30 Hack Rörden 1640-1704 32 J. Marret Harcken 1645-1715 32 Peter Jensen 1674-1703 34 Oluf Jensen 1672-1750 36 Marret Olufs 1680-1708 36 Harck Olufs 1708-1754 40 Antje Harcken 1715-1798 44 Harck Nickelsen 1706-1770 46 Marret Harcken 1715-1780 50 Jürgen Knudten 1657-1723 52 J. T. W. H. 1692-1722 54 T. N. Jörgen 1644-1691 55 Richard Olufs 1671 -1730 56 Richard Richards 1705-1730 57 Jürgen Gerretzen 1678-1733 58 Andres Fink 1678-1738 60 Marret Andresen 1679-1765 62 Pop Peters 1670-1745 64 Martin Peters 1697-1788 66 Gundel Martinen 1698-1768 68 Rörd Peters 1701 -1776 70 Wehn Rörden 1723-1741 72 Andreas Rörden 1740-1741 72 Knudt Ecken 1691 -1750 74 Erk Knudten 1733-1801 76 Inge Erken 1733-1824 76 Martin Erken 1757-1831 78 Kresche Martinen 1759-1842 78 Knudt Wögens 1696-1758 80 Nahmen Knudten 1651 -1717 82 J. S. Frödden 1702-1722 83 Elen J. Knudten 1694-1726 84 Marret Nahmens 1707-1731 85 Harcke Knudten 1709-1775 86 Mattje Harcken 1712-1791 88 Riewert Cöster 1740-1820 90 Marret R. Cöster 1741 -1808 92 Rauert Peters 1713-1792 94 Göntje Rauerts 1716-1787 94 Knudt Knudten 1712-1761 96 Kerrin Knudten 1714-1778 98 Anna Tückes 1719-1779 100 Knudt Tückes 1744-1800 102 Ehlen Knudten 1744-1796 104 Göntje Peters 1763-1790 106 Göntje Wögens 1730-1767 108 Willem Clasen 1714-1792 108 Urban Willems 1751 -1840 110 Poppe Urbans 1753-1822 110 Jacob Willems 1754-1840 112 Wehn Jacobs 1754-1817 114 Nickels Nahmens 1715-1785 116 Mattje Nickelsen 1723-1803 116 Hark Clemten 1721 -1780 118 Kerrin Ercken 1728-1749 120 Popp Ercken 1749-1749 120 Peter Taien 1720-1804 122 Pope Peters 1735-1804 122 Broder Peters 1722-1797 124 Kressen Broders 1727-1805 124 Peter Brodersen 1770-1841 126 Ingke Brodersen 1772-1826 126 Sönk Nickelsen 1726-1788 128 Marrin Sönken 1731 -1796 128 Jan Christians 1738-1790 130 Anna J. Sönken 1743-1815 132 Sönk Girres 1744-1827 134 Maike Sönken 1769-1852 134 Kreske Knudten 1748-1795 136 Gerret Urbans 1759 -1828 138 Göntie Gerrets 1767 -1808 140 Georg H. Quedens 1702-1783 142 Ehlen Quedens 1710-1783 142 Johann C. Quedens 1729-1790 144 Hinrich Quedens 1733-1799 146 Inge Quedens(en) 1738-1792 148 Boy Quedens 1738-1785 150 Tadt B. Quedens 1745-1822 152 Philip E. Quedens 1734-1797 154 Kerrin P. Quedens 1745-1828 154 Kerrin Quedens 1771 -1798 156 Georg H. Quedens 1775-1837 158 Thur Quedens 1777-1853 158 Kresche Quedens 1775-1844 160 Volkert Quedens 1770-1853 162 Philip Quedens 1810-1811 164 Göntje Quedens 1810-1833 166 Gerret U. Quedens 1831 -1834 166 Gardina Quedens 1830 -1834 166 Boh D. Urbans 1771 -1833 168 Göntje B. Urbans 1767-1837 168 Antje Tychsen 1793-1832 170 Anna E. Quedens 1814-1824 172 Nickels N. Schmidt 1828-1828 173 Nickels N. Schmidt 1780-1828 174 Inge Nickelsen 1778-1828 174 Christian Jensen 1760-1835 176 Thur Christians 1767-1837 176 Paul Feddersen 1755-1832 178 Ingke Feddersen 1749-1821 178 Jacob Nahmens 1769-1823 180 Inge Jacobs 1774-1830 180 J. Crassen Willems 1764-1800 182 Ehlken Willems 1781 -1803 182 Georg H. Simons 1773-1853 184 Wehn Simons 1777-1858 184 Rauert Tückes 1802-1846 186 Nickels G. Ricklefs 1841 -1929 188 Christine Ricklefs 1837-1915 188 Wilhelm Tönissen 1881 -1929 190 Lageplan 192